Disko in der Hartmannhalle?
Ein Bayer will dort tanzen lassen

Die denkmalgeschützte Hartmannhalle müsste dringend saniert 
werden, damit dort Leben einziehen kann
.             Foto:Meinhold

  Für die Hartmannhalle gibt's eine neue Perspektive: Ein bayerischer Investor hat Interesse, dort eine Disko zu betreiben. Das wäre der Stadt lieb, denn das Konzept der Sächsischen Gesellschaft zur Förderung der Musikkultur e.V. (SGFM) für ein Kulturzentrum lehnt sie ab.
  Die SGFM will in der Halle eine Bühne, Produktionswerkstätten, Kneipe, Verlag, Künstleragentur beheimaten. Erste Kosten: 5 Mio Euro. Interessant, sagt die Verwaltung, will aber, dass der Verein selbst Geld in die Hand nimmt. Doch der erwarte, dass die Stadt in Vorleistung 

gehe, um dann Fördermittel anzapfen zu können, heißt es in einer Vorlage für den Kulturausschuss. An dem Konzept fehle eine Marktanalyse und die Partner, die Kosten seien zu niedrig, die Einnahmen zu hoch angesetzt.
  Der Bayer würde mit dem Verein zusammenarbeiten. Das lehnt SGFM-Chef ab: "Drogenumschlagplätze und Diskotheken unterstütze ich nicht." Er hält sein Konzept für ausgereift: "Aber das begreift die Verwaltung offenbar nicht."

 

Quelle: Morgenpost - 23.05.2002