Rapid-Anlage: 1,1 Millionen Euro verbaut
 
Kappler Verein eröffnet Physiotherapie und Sauna - 
"Genau so etwas hat in der Gegend gefehlt" - 
Weiteres Rasenprojekt in Vorbereitung


BSC-Präsident Christian Scharf (links) mit Physiotherapie-Betreiberin 
Simone Feind und Matthias Augustin, Inhaber der neuen Kappler 
Sauna.                                                           
Foto: Sven Gleisberg

  "Es ist eine der schönsten Sportstätten in ganz Sachsen geworden", meint Christian Scharf, Präsident des BSC Rapid. Die spektakulär umgebaute Anlage des Vereins an der Irkutsker Straße im Heckertgebiet ist seit dieser Woche um eine Sauna und eine Physiotherapie reicher. Zahlreiche Anwohner und Neugierige wollten schon zur Eröffnung einmal reinschnuppern. "In den ersten Stunden waren bereits 100 Interessierte vor Ort. Vor allem die Anwohner sind begeistert, ab sofort die neuen Angebote nutzen zu können", betonte Scharf.
  Matthias Augustin, Besitzer der Sauna, ist heilfroh über die Eröffnung. Fünf Jahre seien vorm ersten Gedanken bis zur Einweihung vergangen. Und die Kappler Sportler können seine Sauna natürlich zu Sonderkonditionen nutzen. Simone Feind startet beim BSC mit ihrer zweiten Physiotherapie. "Die gesamte Anlage ist eine große Bereicherung für das Wohngebiet. Bereits zur Eröffnung wollten Besucher einen Termin haben. Das zeigt, dass das Interesse groß ist." Besonders Unterwassermassagen seien immer wieder beliebt.
  Letztes jetzt noch ausstehendes Projekt am neuen Vereinsheim ist die neue Gaststätte, die spätestens Mitte Dezember ihre Türen öffnen wird. Inge Leitner, eine der zahlreichen Neugierigen, zeigte sich beeindruckt: " Genau so etwas hat in der Gegend gefehlt. Es gibt genug ältere Leute, die hier wohnen und die Angebote nutzen werden. Zur Sauna gehen viele ins Stadtbad, aber wenn wir so etwas jetzt vor der Tür haben, kann man sich den Weg dorthin sparen." 

 Etwa 1,1 Millionen Euro, die sich aus Fördermitteln, Zuschüssen der Stadt Chemnitz, Eigenleistungen und einem Kredit der Sparkasse zusammensetzen, sind auf der Rapid-Anlage mittlerweile verbaut. "Alle Vereinsmitglieder haben angepackt - es hat viel Kraft und Zeit gekostet. Nun können wir stolz sein und hoffen, Ansporn für andere Vereine zu sein. Wir haben bewiesen, dass man auch als kleiner Verein viel erreichen kann", meint Christian Scharf. Die ersten Früchte konnten die Kappler bereits ernten. Neben dem Status eines DFB-Nachwuchsstützpunktes und einer Nominierung zu den "Sachsenassen" in der Kategorie Sport konnte das Präsidium die Blaue Flagge des DFB und der Landesverbände entgegennehmen. Damit werden Verein mit Fußballplätzen, die herausragende Standards erfüllen, geehrt sowie starkes Engagement im Bereich Umwelt und Soziales gewürdigt.
  Im Frühjahr 2003 werden die Kappler nach Aussage ihres Vereinschefs die Arbeiten an der Außenanlage fortsetzen. Und den nächsten großen Traum will sich der BSC in den kommenden Jahren auch noch erfüllen: Der derzeit bestehende Hartplatz soll zu einem Kunstrasenplatz umgewandelt werden. (BAU) 

Quelle: Freie Presse - 19./20.11.2002